(AR) Unsere Nacht im Hotel in Karlsruhe empfanden wir zwiespältig. War das Zimmer auch sehr neu und modern gemacht und alles soweit sauber und in Ordnung, war es im Dachgeschoss gelegen und somit SEHR warm. Nein, wir wollen nicht nörgeln und es gibt Schlimmeres. Dennoch wäre eine Klimaanlage fein gewesen. Immerhin gab es jedoch einen Ventilator, der dann auch die gesamte Nacht lief bei offenem Fenster. Nicht gerade energiesparend, aber das ging nicht anders. Dann lieber – wie auch so oft im Zelt – Ohrstöpsel rein, um das Gesurre nicht zu hören. Morgens war die Temperatur ganz angenehm und wir konnten nach einem sehr stark zeitlich abgekürzten Frühstück, denn auch da gab es scheinbar keine Klimatisierung, in den Tag starten.
Nach unserer vorabendlichen Tour durch Karlsruhe schloss sich morgens nochmals kleinen Runde an, bevor es dann weiter nach Durlach ging, einem sehr hübschen kleinen Stadtteil von Karlsruhe. Die meisten werden Durlach wahrscheinlich nur durch die Staumeldungen kennen, was wir später bei unserer Weiterfahrt durchaus bestätigen konnten (aber nicht, dass jetzt wirklich jemand denkt, wir wäre auf der Autobahn mit den Rädern unterwegs 😉 ). Nach der Besichtigungstour und einem gemütlichen Kaffee bzw. einer Limo beschlossen wir uns erstmal weiter in den Süden auf den Weg zumachen. Es soll erstmal durch den Schwarzwald bis nach Freiburg gehen und dann vielleicht über Straßburg in Richtung Deutsche Weinstraße – mal sehen, ob wir dort ankommen oder doch auch nochmal die Route wechseln.
(Ju) Die Landschaft stellte sich so völlig anders dar, als wir es bisher gesehen hatten. Die Hügel rückten immer näher heran und vorbei an Mais- und Getreidefeldern ging es über die jeweils recht ansehnlichen Städtchen Ettlingen und Rastatt bis zu unserem Campingplatz außerhalb von Rastatt im Ortsteil Plittersburg. Kurz vor der Ankunft machten wir noch Halt und gönnten uns ein Eis in der angesagtesten (und wahrscheinlich auch einzigen) Eisdiele des Ortes. Danke, Birgitta, für den Tipp! Unser Platz für die Nacht lag direkt an einem kleinen See. An diesem lauen Sommerabend haben wir es uns nicht nehmen lassen, BEIDE im See zu schwimmen. Als wir begannen unser Zelt aufzubauen, wurden wir direkt von einem netten Nachbarn mit einem riesigen Schweinesteak und 2 Bratwürsten versorgt. Wir sollten uns nicht genieren, die Sachen müssten einfach weg. Oh man, haben wir so verhungert ausgesehen?! Egal – das erste Stück Fleisch nach über drei Wochen. Und was soll ich sagen – es war ein absoluter Genuss, obwohl wir beide nicht so gerne Schwein essen.
Beim Aufbau des Zeltes ist dann leider eine der Zeltstangen etwas beschädigt worden. Wir haben es (bisher) mit starkem Gewebeklebeband sichern können; mal sehen wie lange es hält.
Morgens haben wir uns dann (für unsere Verhältnisse früh) auf den weiteren Weg gemacht. Baden-Baden war der erste Anlaufpunkt des Tages und gleichzeitig auch für uns der Einstieg in die Hügelketten des Schwarzwaldes. Teilweise langgezogene Steigungen und viel zu kurze Abfahrten danach. Selbst wenn es dann mal länger begab geht, machen Richtungswechsel oder „Vorfahrtgewähren-Schilder“ die Ausnutzung des Schwunges unmöglich. Der Ort Baden-Baden ist wirklich sehenswert, auch wenn weder ein Ahhh- , noch ein Ohhh-Effekt eingetreten ist.
Weiter ging es jetzt bergauf, bergab durch große Obstplantagen und vorbei an großen Wiesenflächen, auf denen sich viele Weißstörche ihre Mahlzeiten suchten. Und da unser Weg jetzt ein wenig entlang der Badischen Weinstraße führt, sind auch immer mehr Weinberge an den Hängen sichtbar. In Bühl stoppten wir, um unsere Vorräte etwas zu ergänzen, und kauften uns beide eine fertig zusammengestellte Box mit Salat und anderen Zutaten. Schnelle Küche sozusagen, verspeist auf der nächsten Treppe in einem Hauseingang in Ermangelung einer freien Parkbank – völlig Coronakonform. Schon während des Essens ergoogelte die Reiseleitung unser Schlafquartier, einen schnuckeligen Campingplatz direkt an einem Bach unter vielen Bäumen und mit wenig Betrieb.
Und vielleicht bleiben wir gleich zwei Nächte, machen die für morgen angedachte Tour nach Gengenbach im Kinzigtal mal ohne unser ‚Schöner Wohnen‘ Equipment.

Karlsruher Schloss 
Durlach 


Ettlingen 

Schloss Rastatt 

Birgitta-Gedenk-IceCup 
Für das „halb verhungerte“ Volk 
Baden-Baden 




Mundraub…. 
Endlich Feierabend










































































