Das „passende“ Equipment

Unsere Fahrräder haben wir schon eine ganze Weile und die Anschaffung bisher nicht bereut. Erstanden haben wir sie im ‚Lagerverkauf‘ bei Rose Bikes in Bocholt. Wir haben uns für E-Bikes entschieden, denn man wird ja nicht jünger. Unsere guten ‚alten‘ Stevens-Räder werden aber weiterhin auch gerne von uns benutzt.

Da wir auf unseren bisherigen Touren für die Nacht immer ein festes Dach über dem Kopf hatten, bestand die Ausrüstung aus Rädern, Radtaschen und der ‚passenden‘ Bekleidung. Zudem eine gute Luftpumpe und etwas Werkzeug.

Sechs Monate am Stück unterwegs zu sein, das wollten wir, schon allein aus finanziellen Gründen, etwas anders angehen. Es ist vielleicht nicht das typische Alter um mit sowas zu beginnen, aber Übernachtung im Zelt und Essen vom eigenen Campingkocher hört sich nach einer zumutbaren und durchaus umsetzbaren Alternative an. Wenn das Wetter zu schlecht sein sollte und um zwischendurch auch mal ‚Luxus‘ zu genießen, schließen wir andere Unterbringungsmöglichkeiten aber nicht kategorisch aus. Mal sehen was daraus wird…

Verwirrt von vielen unterschiedlichen Aussagen von Verkäufern und vom riesigen Angebot in den Geschäften, davon war unsere Suche anfangs geprägt. Also mussten wir uns erstmal selber klar werden, worauf wir Wert legen und was wir in Etwa maximal für Zelt, Schlafsack, Isomatte und Kocher etc. anlegen wollen. Natürlich ist das Gesamtgewicht eine wichtige Marschzahl, bedenkt man, dass man sein gesamtes Hab und Gut mit Muskelkraft bewegen muss. Da zudem der Platz an oder auf einem Rad auch endlich ist, war das Packmaß und somit auch die Größe der einzelnen Teile nicht unwichtig. Erst danach stellte sich die Preisfrage, aber die relativiert sich schnell, wenn man zur Kosten-Nutzen-Rechnung die Preise von Hotelzimmern, Pensionen und Auswärtsessen etc. dem Anschaffungspreis gegenüberstellt. Und – vielleicht finden wir ja Gefallen an dieser Art zu reisen und planen die nächsten Touren auf ähnliche Weise.

Nach mehreren Besuchen inkl. ‚Probeliegen‘ in den einschlägigen Geschäften fiel die Wahl beim Zelt auf das Vaude Space L 3P.

Grund dafür:

  • Wo drei Personen Platz finden können, bleibt auf jeden Fall der Platz dafür, unsere Packtaschen im Zeltinneren unterzubringen.
  • Das Zelt hat 2 Eingänge, also stört keiner den anderen, wenn es nachts mal ‚nötig‘ wird sich vor‘s Zelt zu begeben.
  • Für das Zelt gibt es eine passende Unterlage, die auch die Absiden mit einbezieht.
  • Wir haben nichts Nachteiliges über das Zelt gehört bzw. finden können und mit unseren Radtaschen von Vaude sind wir bisher auch zufrieden – wenn das kein Kaufgrund ist… 😉

Die Isomatte machte einen soliden Eindruck, war etwas dicker als das günstiger angebotene Modell und zwei davon passen gut nebeneinander ins Zelt – gekauft. Grund dafür: keiner, einfach so.

Die Qualität der Schlafsäcke sollte sich im mittleren Segment bewegen. Wir wollen nicht bei argem Frost draußen überwintern, aber trotzdem sollen sie auch in kühleren Nächten gute Dienste tun – wo Frauen doch immer schnell frieren. Daune sollte es nicht sein, da wir Probleme mit der Feuchtigkeit befürchten, wenn nicht genügend Zeit bleibt sie auslüften zu lassen. Also haben wir der Fliesfüllung den Vorzug gegeben. Um den ‚Kuschelfaktor‘ deutlich zu erhöhen, kann man beider Schlafsäcke zu einem großen zusammensetzen – mal sehen ob wir dieses Feature wirklich nutzen werden. 😉

Als Kochgelegenheit fanden wir zwei große Anbieter: Trangia und Primus. Wir haben uns für den Trangia entschieden. Die Töpfe gab es mit verschiedenen Beschichtungen UND das Teil kann sowohl mit Brennpaste, als auch mit einem Gasbrenner betrieben werden (den wir direkt mit eingekauft haben).

Auch die Wahl des Kochers scheint eher eine philosophische Entscheidung zu sein; wir werden herausfinden, ob unsere Entscheidung richtig war.

Tja, und so sieht es wohl mit allen Sachen aus, die wir für unser Equipment gewählt haben. Erst nach und nach werden wir Vor- und Nachteile kennenlernen und am Ende der Tour werden wir schlauer sein.

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