Fehmarn – wie wir es erleben

(Ju) Der Tag wird im Zelt verbracht, denn pünktlich beim Frühstück öffnen sich die Schleusentore und bis nach 15 Uhr erleben wir Dauerregen. Danach schaffen wir es mal bis in die Stadt, wir müssen Nachschub für das leibliche Wohl heranschaffen und uns endlich mit meinem Doppelkopfkumpel Jörg treffen (wir waren lose zum Fischbrötchen verabredet), der zurzeit hier Urlaub macht mit seiner Familie nebst Schwager, Schwägerin und Nachwuchs. Wir treffen uns am Südstrand und haben uns mit allen draußen in ein Restaurant gesetzt, lecker gegessen und getrunken und über alles Mögliche gequatscht. Das Thema ‚Wetter‘ war keines mehr, denn Fehmarn zeigte sich von seiner angenehm sonnigen Seite. Obwohl – die haben doch tatsächlich während wir schön faul und trocken im Zelt lagen eine Radtour unternommen und dadurch einen Eindruck unserer letzten paar Tage bekommen.

Morgen werden wir sicher mehr von der Insel sehen, wollen mit den Rädern mal quer über die Insel – dachten wir…

Dauerregen, lange schlafen, Frühstück im Zelt zubereiten und dabei mit einem Schreck feststellen, dass es unter dem Zeltboden anscheinend schon extrem nass zu sein scheint. Also bauen wir das Zelt ab und stellen dabei fest, dass sich das Wasser zwischen unserer erst auf dem Boden ausgebreiteten Plane und dem eigentlichen Zeltboden gesammelt hat. Wir versuchen alles, soweit möglich, trocken zu legen, müssen dazu aber unsere Duschhandtücher nutzen – wer hat schon ’nen Aufnehmer beim kleinen Zelt dabei. Wir sind fast fertig, da fängt es schon wieder an, aber wir haben die Schnauze voll, schmeißen den ganzen Kram wieder ins Zelt, das Zelt auf die Plane und gehen erstmal ins Camping-Café. Wir können keine Zeltwand mehr sehen, wollen mal warm, trocken und gemütlich sitzen. Kaffee, Tee, Bratkartoffeln und Spiegelei – was soll ich sagen, alles ist gleich gar nicht mehr so schlimm.

Erst gegen 17 Uhr können wir es wagen uns um unser Abendessen zu kümmern, sprich – wir fahren nach Burg. Nach einem sehr leckeren und auch halbwegs gemütlichen Tee im Tee-Kontor (absoluter Tipp, wenn man Tee mag und leckere, große Kuchenstücke zu überraschend zivilen Preisen) führt uns der Weg in den Camping-Zubehör-Großmarkt. Wir kaufen ein Sonnensegel, welches wir auch als Regendach nutzen können.

Was für eine Wohltat, wir sitzen draußen auf einer Holzbank am Tisch und kochen, wir müssen aber nicht bei jedem Tröpfchen Wasser in unseren kleinen grünen Gugelhupf verschwinden. Ich beschäftige mich nochmals intensiver damit das Zelt zu trocknen, Anja kümmert sich weiter ums Essen. Die Jungs von nebenan, alles Abiturienten aus Bonn, sind unterwegs, was direkt die frechen Möwen auf den Plan ruft. Erstmal ’nen Haufen auf das schicke Auto, dann nehmen sie sich die gesammelten rumstehenden Mülltüten vor und verstreuen den Inhalt im Umfeld auf der Wiese. Wenn es schon nichts zu fressen gibt, dann machen sie wenigstens Dreck und Arbeit. Meinen Versuchen sie zu verscheuchen, begegneten sie mit Hartnäckigkeit. Kaum dreht man Ihnen den Rücken zu, sind sie wieder da. Was haben die Jungs daraus gelernt? Müll sammeln und trennen ist das eine, damit mal bis zum Container laufen das andere. Anja ruft, das Essen ist fertig! Ich lasse Möwe Möwe sein und freue mich auf Schmorgurke mit Bulgur sowie ein leckeres Tröpfchen Rosé dazu! Prost!

Veröffentlicht von radreiseanjajoerg

Wir sind ein nicht ganz ‚normales‘ Paar, welches aber doch viele Gemeinsamkeiten hat und eine Beziehung nicht als Selbstläufer bzw. Selbstverständlichkeit sieht.

2 Kommentare zu „Fehmarn – wie wir es erleben

  1. Hallo Ihr beiden.
    Unser herzlichstes Beileid zum Wetter.
    Angesichts Eurer Strapazen verkneifen wir es uns, Fotos und Kommentare von unseren Fahrradtrips im Chiemgau zu senden. …..Ihr hättet hier anfangen sollen. Kurfassung: Gestern einmal kurz Gewitter, sonst 25 – 30 Grad. Hoffentlich kommt das Wetter auch bald mal zu Euch hoch.
    Wir drücken die Daumen und wünschen Euch trotzdem viel Spaß.
    Andi & drea

    Like

    1. Du wirst es nicht glauben, aber wir werden wirklich bald Richtung Süden aufbrechen, wenn es da auch eher in den Bereich der Pfalz geht. Ansonsten haben wir uns an das Wetter gewöhnt und ja auch durchaus Sonne erleben dürfen.
      Euch noch ne tolle Zeit im Chimgau. LG

      Like

Hinterlasse einen Kommentar