Ausflüge vom Schlafstrandkorb

Von unserem Schlafstrandkorb aus machen wir uns nach der ersten Nacht auf zu einem Ausflug mit dem Rad über das Dörfchen Witzwort (das heißt wirklich so 😀) nach Friedrichstadt. Witzwort ist insofern erwähnenswert, als dass die liebe Siggi gebürtig aus diesem Ort kommt. Siggi kümmert sich zurzeit so zuverlässig und liebevoll gemeinsam mit Thea um die Mary, so dass Anja überhaupt so lange entspannt unterwegs sein kann. Vielen Dank an dieser Stelle an Siggi und Thea – ihr seid die Besten! Es geht vorbei am Roten Haubarg, durch Witzwort und weiter über Wiesen und Felder. Auf einmal verliert sich die Ausschliederung des Radweges und stattdessen stehen wir vor einem Schild ‚Privatweg – Durchfahrt verboten‘. Mmhh, das gibt es schon mal und dann ist es für Radfahrer doch so vorgesehen (so war es uns zumindest auch am Kransburger See gegangen); also weiter – nicht beirren lassen. Eine Frau im Auto fährt von hinten an uns ran und fragte, was wir auf diesem Weg wollen. Wir erklären unser Problem und sie uns den richtigen Weg. Freundlich, aber sachlich auch etwas genervt, da wir wohl nicht die einzigen sind, denen das so geht. Ich hätte ja an ihrer Stelle schon etwas unternommen, dass der Radweg ordentlich ausgeschildert wird – oder einfach selbst an passender Stelle einen entsprechenden Pfeil angebracht 😉.

Nach knapp 20 km Fahrt erreichen wir Friedrichstadt. Friedrichstadt wurde von Herzog Friedrich III nach dem Vorbild Amsterdams gegründet, liegt zwischen den Flüssen Treene und der Eider und ist durch einige Grachten durchzogen. Auch die Häuser sind denen in Amsterdam nachempfunden und sehr hübsch anzusehen. Bei einem Cappuccino und einer Saftschorle in einem kleinen hübschen Café schaut Anja nochmal nach einer Option für eine Grachtenfahrt. In 15 Minuten soll es noch eine Fahrt geben. Da die Getränke bereits ausgetrunken sind, bezahlen wir kurzfristig und machen uns auf den Weg zum Anleger. Wir sehen von Weitem schon alle einsteigen und legen noch einen Schritt zu – geschafft! Wir kommen mit der letzten Fahrt für diesen Tag mit und erhalten so noch ein paar interessante Einblicke und Infos zu diesem hübschen Städtchen.
Auch ein interessantes Thema sind die sogenannten ‚Hausmarken‘ an den Häusern. Diese sind farbige Reliefs über der Eingangstür und geben in der Regel Auskunft über den Beruf des Erbauers des Hauses. Wir können nicht alle Hausmarken zuordnen, aber es ist interessant sich damit zu beschäftigen.

Auf dem Rückweg treten wir mal wieder kräftiger in die Pedale, da es sich zugezogen hat, noch etwas Regen angesagt ist und die ‚richtige‘ Regeschutzplane nicht über dem Strandkorb gezogen ist… Also los, den gleichen Weg zurück! Wir kommen trocken an, auch wenn es etwas kühler geworden ist und machen alles regendicht! Doch der Regen bleibt aus – na ja, besser so, als ein nasses Bett 😉!
So bleibt noch Zeit für ein Bad in der Nordsee – wobei Jörg dankend ablehnt 😀. Das Wetter ist zwar nicht so warm, dafür erscheint die Nordsee umso wärmer! Herrlich!

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug ins nahegelegene Husum, wo gerade für ein paar Tage Hafenfest und gleichzeitig am Schloss Handwerkermarkt ist. Auf dem Markt kaufen wir ein sehr leckeres Brot, dass uns die nächsten Tage begleitet und auch dann immer noch schmeckt – mmh!
Beim Hafenfest sind zeitweise ziemlich viele Menschen unterwegs, so dass wir uns im Getümmel nicht so lange aufhalten, sondern lieber durch die kleineren Gassen und in das Haus ‚Markt Nr.1‘ gehen, in dem sich ein kleiner Laden mit schönen Dingen sowie eine kleine Ausstellung über die Stadtgeschichte befindet. Für das Theodor-Storm-Haus sind wir dann etwas spät dran, haben aber dennoch einen schönen Eindruck von Husum bekommen, bevor es dann am nächsten Tag wieder ein paar Kilometer weiter gehen soll.

Veröffentlicht von radreiseanjajoerg

Wir sind ein nicht ganz ‚normales‘ Paar, welches aber doch viele Gemeinsamkeiten hat und eine Beziehung nicht als Selbstläufer bzw. Selbstverständlichkeit sieht.

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