Nach Büsum geht es weiter und wir statten dem Eidersperrwerk, das gerade teilweise saniert wird, einen Besuch ab. Die Autos können durch das Bauwerk fahren und die Radfahrer sowie Fußgänger oben drüber gehen. Es ist schon recht eindrucksvoll, wie die Eider bei einer Sturmflut der Nordsee geschützt wird. Wir setzen unseren Weg südlich der Eider in Richtung Tönning fort, legen aber einen Stopp bei einem sehr zu empfehlenden Hofcafé – dem Koog-Café – ein, wo man quasi direkt nebenan einen schönen Landen finden kann, der neben Pflanzen auch allerlei Schönes für die Wohnungs- und Gartendeko, aber auch viele Leckereien aus dem Umland anbietet.
Im Café haben die Qual der Wahl zwischen einer frischen Gemüsequiche, einer Suppe sowie diversen, äußerst lecker aussehenden Torten und Kuchen. Wir entscheiden uns beide für die Quiche – und bereuen es nicht! Dazu bekommt Jörg endlich mal wieder einen ‚sehr leckeren’ Cappuccino und für mich eine hausgemachte Schorle aus Apfel, Limette und Ingwer.







Nach einem Blick aufs Regenradar brechen wir notgedrungen schneller auf als wir eigentlich wollen. Wir wollen nicht allzu nass werden, aber der kleinen Stadt Tönning doch auch noch einen Besuch abstatten. Uns gefällt das kleine, alte Örtchen mit dem hübschen Hafen. Aber auch hier bleibt aufgrund der Vorhersage für lange anhaltenden Regen nicht viel Zeit, aber wer mal in der Nähe ist und nicht so wetterabhängig wie wir, ein Besuch lohnt sich.
Wir radeln weiter in Richtung Welt! Knapp 20 Minuten bevor wir endlich einmal ‚Weltbürger‘ werden, fängt es doch schon an zu regnen – also Regenjacke an, denn sonst ist es durch den Luftzug zu unangenehm auf der Haut und wir schalten die Motorunterstützung mal auf ‚Turbo‘, damit es noch etwas flotter durch den Regen geht. Dann erreichen wir das Örtchen Welt und unseren Gasthof, wo wir uns trockenlegen und abends noch vorzüglich für relativ kleines Geld essen können.




Nachdem wir abends durch den anhaltenden Regen in den Schlaf geprasselt wurden, geht es am nächsten Morgen gut ausgeruht und mit einem leckeren Frühstück im Bauch nur ein paar Kilometer weiter nach St. Peter-Ording. Dort erreichen wir endlich den langersehnten langen Sandstrand mit den für den Ort typischen Stelzenhäusern am Strand und auch ein paar Dünen!! HERRLICH – endlich warmer weicher Sand unter den Füßen anstelle von Schlick! Natürlich weiß man, was einen bei der deutschen Nordsee erwartet, aber wenn man die holländische Nordsee kennt, vermisst man trotzdem auch richtigen Sandstrand und Dünen 😉. Aber hier ist nun alles beisammen und auch die Sonne scheint! Wir genießen den ersten richtigen Strandspaziergang trotz des Windes und Anja kann endliche ihre Füße ins Wasser stecken 😉. Wir zelten zwei Tage auf einem nahegelegenen Ferienbauernhof und wären gerne auch noch länger geblieben – auch wenn wir uns ohne Kinder im Altern zwischen 2 – 12 Jahren fast etwas fehl am Platz fühlen. Aber Anja hat sich dann beim nachmittäglichen Ponyreiten als Unterstützung beim Führen der Ponys engagiert. Diese waren zwar um einiges kleiner als ihr eigens Pferd ‚Mary’, aber mal wieder Pferdeluft ganz aus der Nähe – wer will sich das entgehen lassen?! 😏 Neben den Ponys gab es auch einen Esel, Ziegen, Schafe, Rinder, Kaninchen, Meerschweine, Hühner, Hunde und Katzen, eine große Spielscheune, einen GoKart-Fuhrpark, einen Aufenthaltsraum mit holzbefeuertem Pizzaofen und keine Ahnung, was wir alles nicht gesehen haben! Wirklich ein tolles kleines Familienparadies für Leute mit Kindern, der mit viel Liebe und Leidenschaft geführt ist!
Wir genießen die Tage am Meer und insbesondere Sankt Peter-Ording Dorf gefällt uns ausgesprochen gut, da es etwas ruhiger und beschaulicher ist als St.Peter-Ording Bad mit Therme und Seebrücke. Dennoch war trotz Sonne der Wind zu kalt um sich in die Fluten stürzen zu wollen…










