Amrum

Für die nächsten drei Nächte bleiben wir auf Amrum. Die Insel ist ja nur etwas mehr als 10 km lang und an die 2,5 km breit. Allein der Sandstrandbereich ist 12 km lang und knapp bis zu einem Kilometer breit! Diese zusammenhängende Fläche ist einfach unglaublich! Es ist wohl die größte zusammenhängende Fläche in Europa. Im Verhältnis dazu sind es nur sehr wenige Menschen, die auf der Insel wohnen, arbeiten oder Urlaub machen – man findet also immer ein Plätzchen für sich ohne einem anderen auf dem Handtuch zu liegen. Aber man läuft andererseits auch unendlich weit – wirklich weit!! – , bis man dann mal das Wasser erreicht 😉! Es hat somit alles immer Vor- und Nachteile. Es kommen einem immer wieder Worte wie „unendliche Weiten…“ in den Sinn.
Bei Anja darf natürlich auch ein Bad in der Nordsee nicht fehlen, wenn wir schon den weiten Weg auf uns nehmen.

Aufgrund der Inselgröße radeln wir am ersten Tag per Rad alle Orte wie Wittdün, Süddorf, Nebel und Norddorf ab. Am zweiten Tag lassen wir die Räder stehen und machen einen ausgedehnten Strandspaziergang, der uns auf dem Rückweg durch Wald und wunderschöne mit Heide bewachsene Dünenlandschaft führt. Die viele Heide, die jetzt im August anfängt zu blühen, hatten wir so nicht erwartet!
Es geht hier insgesamt sehr ruhig und gemütlich zu; sehr beschaulich.
Auf dem Friedhof in Nebel gibt es sogenannte „erzählende oder sprechenden Steine“. Dabei handelt es sich in erster Linie um Grabsteine aus Sandstein, auf denen das Leben der Toten beschrieben ist. Da die Schrift teilweise schlecht zu lesen ist, sind neben den Grabsteinen kleine QR-Codes angebracht, so dass man es darüber lesen kann. Solche Grabsteine haben wir in dem Ausmaß so auch noch nicht gesehen. Das Foto und weitere Erklärungen findet man auch auf der Website http://www.andreas-doelz.de.

In einem kleinen Café in Nebel gibt es mal wieder einen Friesentee und eine Friesentorte im Angebot. Die Friesentorte muss probiert werden. Es ist eine Sahnetorte aus Blätterteig mit Pflaumenmus. Sie schmeckt nicht schlecht, aber da wir beide eigentlich keine großen Freunde von Sahnetorten sind, wird dies wohl die erste und einzige sein, die wir essen 😉.

Nach ein paar wirklich schönen Tagen auf Amrum, führt uns der Weg früh am nächsten Morgen wieder zum Fähranleger, von wo aus wir auf die nächste Insel hüpfen wollen!

Veröffentlicht von radreiseanjajoerg

Wir sind ein nicht ganz ‚normales‘ Paar, welches aber doch viele Gemeinsamkeiten hat und eine Beziehung nicht als Selbstläufer bzw. Selbstverständlichkeit sieht.

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