Hitzetage

Hier oben an der Nordsee sind Temperaturen über 30°C eher die Ausnahme, aber aufgrund des doch immer leichten bis stärkeren Luftzugs relativ gut auszuhalten. So machen wir uns trotz der Wärme von 31°C wieder auf den Weg von unserem schnuckeligen kleinen Campingplatz. Es sollen allerdings nur rund 35 km bis zum nächsten Campingplatz an einem kleinen See werden. In Wittmund und Jever machen wir jeweils eine Pause im Schattenplätzchen.
In der Fußgängerzone von Wittmund gibt es die „hands of fame“ also die Handabdrücke von berühmten Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Fernsehen. Mit so etwas rechnet man hier „auf dem Land“ nicht wirklich, aber es sind eine ganze Menge von Handabdrücken in das Pflaster eingelassen.
Wenn wir schon mal in Jever sind, lassen wir uns natürlich einen Blick auf die Brauerei nicht entgehen – verzichten allerdings bei der Wärme auf ein quasi direkt gezapftes Bier oder Radler – ist ja auch noch recht früh am Tag. 😏
Auch das Schloss in Jever mit dem dazugehörigen Schlossgarten ist hübsch anzusehen und die Erfrischungsgetränke im schattigen Garten geradezu eine Wucht – auch wenn es „nur“ eine Apfelsaftschorle und ein Eiskaffee sind 😉.
Jever ist wirklich ein hübsches kleines Städtchen, dem man durchaus einen Besuch abstatten sollte, wenn man in der Nähe ist. Für uns geht es von da aus noch die letzten paar Kilometer zum Campingplatz.

Der Platz ist größer als erwartet und die Sanitäranlagen in Zeltnähe sind gerade im Umbau. Irgendwie alles nicht sooooo ansprechend, aber die Abkühlung im See ist toll und  bei der Schwüle willkommen! Eine junge Frau aus Osnabrück mit ihrem Hund, die wir vom vorherigen Zeltplatz in Carolinensiel bereits kennen, treffen wir hier wieder – lustige Zufälle gibt es manchmal! Am nächsten Morgen packen wir das Zelt so früh wie noch nie in diesem Jahr, bereits in praller Sonne wieder zusammen um weiter zu fahren. Aufgrund der Wärme schon am frühen Morgen frühstücken wir bei einem Bäcker im Ort im Schatten und dann geht es frisch gestärkt in Richtung Wilhelmshaven.

Die Innenstadt von Wilhelmshaven ist nicht sonderlich ansprechend, aber der Südstrand mit seiner Promenade und dem schmalen Strand lädt ein, die Füße etwas in der Nordsee zu kühlen.  Dann noch ein kurzer Bilck von außen auf das Deutsche Marinemuseum – eigentlich besteht Interesse sich solche Schiffe mal direkt an Bord anzusehen – aber bei über 33°C im Schatten zieht uns nichts auf den von Sonne erhitzten Stahl. Lieber eine kühle Rhabarberschorle  im Schatten, die Wasserflaschen am Waschbecken nochmals aufgefüllt und dann machen wir uns auf den Weg. Immerhin stehen heute doch insgesamt 60 km auf dem Plan.
Rund um den Jadebusen bis zu einer Mühle in Seefeld auf der Halbinsel Butjardingen. Wir haben für die kommende Nacht ein Zimmer gebucht aufgrund des angekündigten Regens und der folgenden Abkühlung.

Von Wilhelmshaven aus geht es erstmal genau gegen den heißen und kräftigen Wind… Das ist wirklich kein Spaß – auch wenn wir wissen, dass wir dann auf der anderen Seite des Jadebusens auch entsprechend Rückenwind haben werden! Erstmal ist es echt anstrengend bei der Wärme 😞.

Am Ende des Tages werden wir jedoch mit einer wirklich tollen und preisgünstigen Unterkunft belohnt. Wir schlafen in einem Apartment direkt neben der Seefelder Mühle, die mit dem kleinen Laden und dem Café Restaurant wirklich einen Weg wert ist!  Wir sitzen in der Abendsonne und genießen erstmal ein wirklich schmackhaftes Abendessen. Zu dem Haus in dem wir schlafen gehört ein toll angelegter Garten, der zum verweilen einlädt und dort lassen wir auch noch einen Schluck des Eierlikörs schmecken, den wir noch im kleinen Mühlenlädchen gekauft haben. Für den nächsten Vormittag war Dauerregen angesagt und so kam es auch. Zum Glück hatten wir uns abends noch zum Frühstück im Mühlencafé angemeldet. Brot und  Marmelade aus eigener Herstellung, Wurst und Käse aus dem nahen Umland – einfach köstlich und gleichzeitig die Gelegenheit, die Regenzeit sozusagen ‚genussvoll‘ zu überbrücken.
Uns wird dieser idyllische Ort sicherlich lange in Erinnerung bleiben 😀.

Veröffentlicht von radreiseanjajoerg

Wir sind ein nicht ganz ‚normales‘ Paar, welches aber doch viele Gemeinsamkeiten hat und eine Beziehung nicht als Selbstläufer bzw. Selbstverständlichkeit sieht.

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