Unter, über, in, mit und ohne Wolken

Dienstag machten wir uns auf den Weg Richtung Villach mit dem Ziel Dobratsch über die Villacher Alpenstraße. Mit 19,-€ Maut für die Straßenbenutzung ist der Weg nach oben zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber vom Tal aus auf über 2000 m hinauf zu laufen übersteigt derzeit unsere körperliche Fitness. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Parkplätze von denen man einen schönen Blick ins Tal, insbesondere über Villach, aber auch zum Ossiacher- und Faaker See bzw. zu den umliegenden Bergketten hat. Aufgrund der Wolken konnten wir mal mehr und auch mal weniger weit sehen. Erst waren die Wolken über uns, dann fuhren wir durch die Wolken und dann waren wir über den Wolken… ein immer wieder anders schöner Anblick!

Nachdem wir auf dem obersten Parkplatz angekommen waren, haben wir natürlich auch noch den Aufstieg von ca. 2 Stunden auf den höchsten Punkt des Dobratsch gemacht und auch der höchstgelegenen Wallfahrtskirche Europas einen Besuch abgestattet. Auf dem Weg dorthin ging es an Kühen, Pferden, Eseln und an den unterschiedlichsten bunten Pflanzen vorbei. Von weitem sieht alles irgendwie nur grün aus, aber je näher man kommt, desto bunter und vielfältiger ist es; wirklich schön!

Als wir uns nach einer kleinen Stärkung wieder auf den Rückweg machten, hatte es sich oben mit grauen Regenwolken zugezogen… wie gut, dass wir, sicherheitshalber mittlerweile auf jeglicher Tour dabei, unsere Regenjacken im Rucksack hatten! Abwärts liefen wir die erste halbe Stunde in leichtem Nieselregen, aber dann verzogen sich die grauen Wolken um uns herum wieder und wir konnten den Rest des Rückwegs wieder in der Sonne laufen. Es war wirklich ein schöner Ausflug und wir hatten das Gefühl, das etwas durchwachsene Wetter mal wieder optimal genutzt zu haben!

Am Mittwoch fiel die Wahl auf einen Ausflug nach Klagenfurt. Wir beschlossen die Räder mitzunehmen um später noch etwas am Wörthersee entlang zu radeln. Gesagt, getan. So fuhren wir also ein weiteres Mal das Gailtal entlang bis nach Villach bzw. an Villach vorbei bis nach Klagenfurt. Am Stadtrand ließen wir das Auto stehen und sattelten auf die Räder um. Am Lindwurm, dem wichtigsten Denkmal und Stadtwappentier der Stadt, stellten wir die Räder ab und bummelten durch die schöne Fußgängerzone – auch wenn gefühlt fast alle Touristen Kärntens sich heute dort versammelt hatten. Na ja, Abstand konnte man trotzdem halten bzw. im Zweifelsfall hat man ja eh immer seine Maske dabei, die wir dann auch durchaus nutzen. Wir schlenderten ausgiebig durch die Gassen. Die Wolken zogen auch zeitweise vermehrt und dunkel zu, aber es kamen keine Tropfen von oben herab.

Nach dem Stadtbummel führte uns unser Weg dann aber doch noch mit den Rädern an den Wörthersee und an ihm entlang in Richtung Pörtschach. Aber was war das für ein schleifendes Geräusch an Jörgs Hinterrad?!? Ich hatte das neulich schon mal bemerkt, aber da dachten wir noch irgendetwas hätte sich zwischen Schutzblech und Reifen verhakt. Aber jetzt? Wir schauten genauer und es schien, als wären die hinteren Bremsbeläge mal wieder hinüber… Wir fuhren noch etwas weiter, Jörg bremste jetzt noch vorausschauender fahrend nur noch mit der Vorderradbremse, aber als es trotzdem immer lauter wurde, entschieden wir uns zum Auto zurückzufahren, damit nicht womöglich auch die Bremsscheibe noch Schaden nimmt.

Auf unserem Weg in Richtung Gailttal wurde es immer dunkler und nass, hier schien es bereits deutlich länger geregnet zu haben – wir hatten mal wieder mit dem gewählten Tagesziel alles richtig gemacht!

Veröffentlicht von radreiseanjajoerg

Wir sind ein nicht ganz ‚normales‘ Paar, welches aber doch viele Gemeinsamkeiten hat und eine Beziehung nicht als Selbstläufer bzw. Selbstverständlichkeit sieht.

4 Kommentare zu „Unter, über, in, mit und ohne Wolken

  1. Schön das es Euch gut geht und es Euch gelingt die guten Seiten des Wetters zu finden. Liebe Grüße aus Teltow, Iris und Thomas

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    1. Vielen Dank ihr beiden! Wir genießen die Zeit unabhängig vom Wetter – wobei das bis jetzt mit festem Dach über dem Kopf auch einfacher als im Zelt ist 😉
      Liebe Grüße zurück

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  2. Moin Moin, man bekommt richtig Lust auf Berge und Österrreich, wenn man Eure Berichte liest.
    Weiterhin viel Spaß & gutes Wetter !!! Dany

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