Am Sonntag waren sich alle Wetter-Apps einig: zum ersten Mal in diesem Urlaub war von morgens an ‚Bettwetter‘ angekündigt… den ganzen Tag Regen.
Regen und Gewitter hatten bereits in der Nacht begonnen und wollten auch am Tag nicht enden. Aber den ganzen Tag im Zimmer zu verbringen ist auch nicht unbedingt unseres – zumindest wenn das Wetter nicht einmal für den Balkon einlädt. Um also nicht den ganzen Tag nur im Zimmer zu verbringen, haben wir uns wenigstens zum Essen nach draußen begeben und dazu unseren Ausflug geplant. Wir entschlossen in Richtung Villach und dann vorbei am Ossiachersee und Feldkirchen nach Himmelberg zum Forellenhof Pluch zu fahren. Seit ich das erste Mal vor vielen Jahren mit Jörg seine Mutter in Kärnten besucht habe, gehört eine gebratene Forelle beim Forellenhof Pluch, hoch oben am Berg gelegen, immer zum Ausflugsprogramm dazu! Da es von Hermagor aus ein Stück zu fahren ist, wollten wir es eigentlich mit einem Ausflug zum Ossiacher See verbinden. Allerdings hat der Hof momentan nur von Freitag bis Sonntag auf. So machten wir uns trotz der andauernden Regenprognosen auf den Weg – auch wenn es vielleicht nichts mit dem Spaziergang am See werden sollte.
Nahe am Forellenhof gelegen entspringt die Tiebel und da wir bis zur reservierten Uhrzeit des Tisches noch etwas Zeit hatten, sind wir den Weg zur Tiebelquelle gelaufen. Zig kleine Bachläufe suchten sich ihren Weg durch den Wald. Fast mystisch stieg hier und da Feuchtigkeit auf, als wenn der Boden dampfen würde. Wohin man ging, überall tauchte wieder ein neuer Zufluss auf – und es plätscherte und gurgelte irgendwie recht laut um uns herum. Es war ein feuchtes, aber sehr schönes Erlebnis. Am Waldeingang machte sich trotz des kühlen und nassen Wetters ein süßlicher Duft von Himbeeren bemerkbar bevor wir die ersten überhaupt erblickten. Das habe ich so auch selten erlebt! So wurden wir mit vielen leckten, wildenwachsenden Himbeeren belohnt, die wir uns haben schmecken lassen.
Als die Zeit zum Essen gekommen war liefen wir zum Hof und wurden auch dieses Jahr nicht enttäuscht. Wir ließen uns sowohl die Fritattensuppe als auch anschließend die gebratene Forelle mit Salat schmecken! Wirklich ein Genuss und wie hatte ich gesagt, als Jörg sagte, er hätte dieses Jahr mal wieder das Gefühl nach Kärnten zu müssen? Neben vielem anderen ist diese Forelle allein immer wieder einen Besuch in Kärnten wert! 🙂
P.S. Das Wetter blieb auch den restlichen Tag trüb und nass, so dass wir auf einen weiteren Spaziergang am See verzichteten.






