Wetter – ein Sommerthema

Ja, auch in Kärnten gibt es Regen und es kann kalt werden. 😬 Letzten Samstag sind wir umgezogen in die neue Unterkunft, an dem Tag sollte es regnen, was es morgens auch etwas tat. Bis zum Mittag war es dann aber so warm geworden, dass wir zum Pressegger See gefahren sind, um dort möglichst etwas zum Mittagessen zu bekommen. Auf dem Parkplatz vom Strandbad mussten wir erstmal die langen Hosen gegen kurze tauschen und die Jacken auf die Rückbank des Autos verbannen. Mittlerweile bedienen wir uns zwar vier verschiedener Wetter-Apps – für diese Gegend hier kannst du die jedoch getrost vergessen. Jede zeigt anderes Wetter und zuletzt ist es hier in den Tälern doch immer ganz anders und man muss auf alles vorbereitet sein.

Wie entscheidet die ‚Reiseleitung’?!Für Lienz in Osttirol waren die Aussichten am Montag durchwachsen, aber durchaus besser als in Hermmagor angesagt – also das Frühstück gemütlich ausklingen lassen und los. Die Fahrt geht das Gailtal entlang, dann über den Gailbergsattel und Oberdrauburg bis nach Lienz. Nach einer etwas angespannten Parkplatzsuche sind wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Altstadtstraßen und die Fußgängerzone flaniert. Irgendwie ist man schnell gefangen von liebevoll gestalteten Hausfassaden mit viel Blumenschmuck und fühlt sich wohl und willkommen. Wir laufen vorbei an netten kleinen Geschäften (mal nicht die typischen Läden, die man bei uns überall findet) und entlang an Blumenrabatten, Palmen, Kakteen, Zitronen- und Feigenbäumen.

Etwas abseits der Hauptwege ist es plötzlich ganz still und wir beschließen uns in einer netten Pizzeria verköstigen zu lassen, deren Außengastronomie unter großen Sonnenschirmen entlang einer Mauer aus Felssteinen aufgestellt ist. Salat, Pizzabrot und Pizza sind hervorragend und das schon fast obligatorische ‚Hollerwasser‘ (Hollundersaft wahlweise mit Wasser oder Soda angeboten) schmeckt auch. Die Portionen sind so groß, dass wir uns für den Abend die Reste mitnehmen. 😏

Wir kommen auf dem Rückweg zum Auto an der Isel vorbei, ein in ein steinernes Bett verlegter Fluß, der ziemlich schnell und unruhig daher kommt. Hier könnte man sicherlich raften oder Kanu fahren. Ich stelle mir meinen Freund Bodo vor, der zuhause in Deutschland Drachenbootrennen z.B. auf der Ruhr fährt. Selbst bei ‚Vollgas‘ würden die wohl schnell rückwärts aus dem Ort gespült werden. 😊 Hinter dem Ort fließt die viel kleinere Drau in die Isel, die quasi genau an der Stelle ihren Namen einbüßt und als Drau weiter in Richtung Kärnten fließt. Das ist gegebenenfalls noch ein Plan von uns: Auto stehen lassen und mit dem Rad die Drau entlang Richtung Villach und dann die Gail hinauf zurück in Richtung Hermagor – mal wie im Vorjahr mit Gepäck und Zelt. 👍🏻

Der Rückweg führt uns über Greifenburg, den Weißensee lassen wir heute – im wahrsten Sinne des Wortes – links liegen und fahren über den Kreuzberg zurück ins Gitschtal wo unsere Pension liegt. Dort angekommen hören wir: es hat nicht geregnet, jedoch bewölkt war es den ganzen Tag. Und dann, noch während wir reden, fallen die ersten Tropfen…

Alles richtig gemacht, ein Tag mit schönen Eindrücken klingt auf unserem kleinen Balkon mit den Resten unserer Mittagsmahlzeit und dem Rest vom Rotwein aus, den wir von unserer letzten Hauswirtin als Erinnerung mitbekommen haben. Das Geräusch des Regens lullt uns später zum Schlaf ein – gute Nacht an alle… 💤

Veröffentlicht von radreiseanjajoerg

Wir sind ein nicht ganz ‚normales‘ Paar, welches aber doch viele Gemeinsamkeiten hat und eine Beziehung nicht als Selbstläufer bzw. Selbstverständlichkeit sieht.

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