Nachdem wir uns in München noch auf einen ausgiebigen Plausch mit Iris und Thomas im Biergarten getroffen hatten, ging es am nächsten Morgen weiter in Richtung Österreich… scheinbar gemeinsam mit allen anderen, die zurzeit Urlaub haben. Was für eine Fahrt – wenn man das überhaupt als Fahrt bezeichnen kann! Gefühlt sind wir die Hälfte der Kilometer im Schritttempo gefahren…na ja, aber wenn wir eben meinen, dass wir am Samstag fahren müssen, wo ALLE fahren, sind wir selbst schuld. 😏 Zwischendurch hatten wir die Überlegung eine längere Pause z.B. in Salzburg zu machen, was wir jedoch in Anbetracht des angekündigten Starkregens und Gewitters verwarfen. Außerdem darf man zur Ferienzeit die Autobahn in Österreich eigentlich auch nur verlassen, wenn man dort in der Region eine Übernachtung gebucht hat… also Augen zu und durch!
Irgendwann am Nachmittag war es dann geschafft – wir hatten die rund 320 km in sage und schreibe knapp 7 Stunden geschafft! Aber das ist beim Anblick der herrlichen Landschaft mit Bergen, grünen Wiesen, Seen und kleinen Flüssen ganz schnell vergessen!
Abends waren wir direkt essen im Lerchenhof, einem Hotelrestaurant eines ehemaligen Schulkollegen von Jörg. Bei einem Plausch zwischendrin wurden die wichtigsten Neuigkeiten ausgetauscht und wir aßen – wie dort üblich – sehr lecker. Gebratene Forelle auf Currygemüse und anschließend noch eine Palatschinke… mmmh! Zumindest mein Cousin Jörg und Familie könnten das vermutlich bestätigen, die letztes Jahr bei deren Urlaub am Weißensee auch auf unserem Empfehlung hin dort essen waren.
Am nächsten Tag machten wir uns auf zur ersten Tour mit den Rädern. Von unserer Pension in Jadersdorf ging es durchs Gitschtal hinauf nach Weißbriach, dann talabwärts nach Hermagor und wieder zurück. Der Radweg führte in weiten Teilen an der kleinen Gössering entlang. Der Weg war zeitweise asphaltiert, aber dann auch geschottert. An einem längeren steilen Stück des Weges musste ich an unseren Weg vom Wörthsee nach München denken, als wir von dem Weg abwichen, den Thomas uns empfohlen hatte… als es einen kleinen schmalen geschotterten Weg hinaufging, wo die Räder unserer Bikes trotz reichlich ‚Kampfgewicht‘ durch das Gepäck durchdrehten und unsere Kraft auch nicht ausreichte. So einen Wegabschnitt gab es hier auch – zumindest fühlte es sich so an, was jedoch auch ein Stück weit an unserer etwas mangelhaften Kondition liegen könnte. Das letzte Stück des steilen Abschnitts mussten wir daher zu Fuß absolvieren.
Am Montag wählten wir eine etwas entspanntere Radelstrecke an der Drau entlang von Villach bis nach Wernberg und wieder zurück. Auch auf dieser Strecke mussten wir dann zwar einen etwas steileren Anstieg bewältigen, was jedoch insbesondere aufgrund des Asphalts deutlich einfacher war! In Wernberg angekommen, machten wir eine Mittagspause bei Fruhmann – auch eine Anlaufstelle bei jedem Besuch in der alten Heimat! Die Kärntner Kasnudeln sind hier einfach die Besten!
Auf dem Weg zurück zum Auto machten wir noch einen kurzen Stopp zum Stadtbummel durch Villach und gönnten uns noch eine Kugel Eis bzw. einen Kaffee. Als dunkle Wolken aufzogen, beeilten wir uns zum Auto zurückzukommen. Zwar waren die in den letzten Tagen immer wieder angesagten Gewitter bisher ausgeblieben, aber jetzt sah es wirklich nach Regen aus… Zum Glück ging der Starkregen erst runter, als wir bereits wieder im Auto auf dem Rückweg nach Hermagor waren. Dann allerdings so stark, dass man lieber deutlich langsamer als erlaubt fuhr!
Wieder zurück im Gitschtal ließ der Regen nach und wir machten noch einen Abstecher zur Bäckerei Kandolf, die einem anderen Schulkollegen von Jörg gehört. Auch dort gab es ein großes Hallo, dass Jörg endlich mal wieder da war. Wir plauderten eine Weile über dies und das, wobei das für mich manchmal schwierig ist, dem Inhalt aufgrund des Kärntner Dialekts zu folgen. 😏 Dazu muss gesagt werden, dass Jörg spätestens in Österreich, aber zeitweise auch schon in Bayern, komplett in den Kärntner Dialekt wechselt! Ich weiß noch sehr genau wie mir der Mund offen stehen blieb als wir zum ersten Mal gemeinsam seine Mutter in Kärnten besucht hatten und einen Bekannten trafen. Sofort fing Jörg an Dialekt zu sprechen und ich vestand gefühlt von einer Sekunde zur anderen kein Wort mehr. 😏 Mir war zwar klar gewesen, dass er 7 Jahre seiner Kindheit/Jugend in Hermagor gelebt hatte, aber die sprachlichen Zusammenhänge hatte ich mir vorher nicht klar gemacht. Inzwischen bin ich daran gewöhnt und mag den Dialekt sehr gern!











Nur in Kärnten können die Kasnudeln so gut sein. Viele schöne Touren bei bestem Wetter wünschen
euch die Falkenseeer.
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