(AR) Am Samstag haben wir uns mit dem Rad zum Bahnhof in Achern begeben, um von dort mit der bereits erwähnten Konus-Karte kostenfrei bis nach Freiburg zu fahren. Mit Umsteigezeit sollten wir 1,5 Stunden unterwegs sein und wir waren uns sicher, dass wir für diese Entfernung auf jeden Fall Fahrradkarten für den Nahverkehr brauchen würden. „Noi, für’s Radl brauchen’s ka‘ Ticket, des is de gånze Tåg koschtenfrei.“ Ganz ehrlich, dass macht es wirklich einfach und gilt übrigens auch unabhängig von der Konus-Karte. Sobald man ein Ticket (in welcher Art und Weise auch immer) hat, kann man das Rad mitnehmen. In jedem Wagon gibt es größere und kleinere Bereiche, die für Räder u.ä. ausgewiesen sind, und wir haben es bisher noch nicht überfüllt erlebt!
Also fuhren wir, einschließlich unserer Räder, kostenfrei nach Freiburg, stellten wie üblich die Räder ab und schlenderten zu Fuß durch die Stadt. Auch wenn es nur sonnige 26°C waren, war die Stadt doch recht aufgeheizt und voll. Zusätzlich die Straßenbahnen in den breiten Straßen – gefühlt sind wir so viel Rummel nicht mehr gewöhnt ;-). Aber wir fanden auch schöne kleine Gassen und man wird auch fast überall vom „Bächle“ begleitet; einem kleinen flachen Kanal, in dem etwas Wasser fließt und in den viele ihre Füße zum Abkühlen bei einer Pause halten.
Das Freiburger Münster ist groß und innen ungewöhnlich dunkel für eine Kirche, was in erster Linie durch die roten Steine und die mit Buntglas (teilweise jedoch in recht dunklen Farben) bestückten Fenster unterstützt wird. Das Münster ist, wie es in der Regel wohl bei allen Kirchen der Fall ist, in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Dies hatten wir bei unserer Führung in St. Marien in Lübeck gehört, was uns aber bis dahin nicht bewusst war (und wofür es natürlich auch eine Begründung gibt).
Wir gingen auch zum Fuße des Schlossbergs von Freiburg, da die Aussicht von oben sehr schön sein soll. Es war jedoch wirklich inzwischen so warm, dass wir von einer Besteigung zu Fuß Abstand nahmen. Auch von der alternativen Möglichkeit die Bahn zu nehmen, die trotz Corona scheinbar recht voll war, wollten wir dann keinen Gebrauch machen.
Insgesamt hat uns Freiburg zwar ganz gut gefallen, aber andererseits auch nicht völlig in seinen Bann gezogen. Wir verließen die Stadt zum frühen Abend wieder mit der Bahn nachdem wir im Studentenviertel noch etwas gegessen hatten.
Da wir in Offenburg 45 Min Umstiegszeit hatten, radelten wir auch hier noch in die nahe gelegene Innenstadt. Die hübschen Häuschen gefielen uns gut und Jörg zeigte mir noch wo er mit seinen Doppelkopf-Jungs Kaffee getrunken und gefrühstückt hatte, bevor wir dann wieder zum Bahnhof fuhren, um die Bahn nach Achern zu bekommen.
Mal ein ganz anderes Thema am Rande… Liebe Deutsche Bahn, warum ist es eigentlich so unterschiedlich, wie man mit Rädern & Co auf oder vom Bahnsteig kommen kann?!? In der Regel gibt es Aufzüge, die jedoch mal kleiner und größer sind. In Wolfsburg passte kaum das Rad an sich rein und mit Gepäck war es trotz abgenommen Taschen sehr mühsam. In Lübeck passten wir sogar mit zwei Rädern inklusive aller Gepäcktaschen am Rad in einen Aufzug! Im Bahnhof im kleinen Achern gibt es neben einer Treppe zusätzlich eine lange Rampe, die auch neben Rädern mit Rollstuhl und Kinderwagen bequem zu nutzen ist (einen Aufzug gibt es zusätzlich nicht). Aber gerade im großen Freiburg, wo viel Rad gefahren wird, gibt es nur ganz am äußersten Ende des Bahnsteigs einen sehr kleinen Aufzug, der dann auch nicht für Räder gedacht ist, sondern nur von Rollstuhlfahrern und Personen genutzt werden darf! Liebe DB, diese unterschiedlichen Arten, aber insbesondere die Situation in Freiburg, sind nicht zu verstehen! Somit waren wir auch äußerst froh, nicht mit unserem sämtlichen Gepäck nach Freiburg angereist zu sein!










Ach, das schöne Freiburg. 1984 war ich da für ein halbes Jahr und fand damals auch schon die kleinen Kanäle in den Straßen total witzig…. Gute Fahrt weiterhin !!!
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