(AR) Auf unserer Tour hat uns auch schon der eine oder andere Besuch in einem Fahrradladen begleitet. Ziemlich am Anfang riss bei meinem Rad hinten der Spritzschutz ab, so dass die Gepäcktaschen und auch der Hintermann bei zu dichtem Fahren Dreck abbekamen. Die Lasche war ausgerissen, so dass es keinen Sinn machte sie irgendwie wieder dranzubasteln. Beim zweiten oder dritten Laden auf der Strecke (wir waren inzwischen in Lübeck angekommen) wurden wir fündig und – wie bereits beschrieben – brachten die Mitarbeiter des Ladens das auch gleich an und stellten auch ein Tütchen mit Ersatzschrauben zusammen.
Schon vor der Fahrt hatte sich Jörg mit dem Thema Ledersattel fürs Rad interessiert und bei jeder Gelegenheit fragte er in den Läden nach, um sich die Vor- und Nachteile erläutern zu lassen. Die Entscheidungsfindung für so etwas „nice to have“ ist aber unterwegs nicht so einfach zumal sich auch die Frage ergibt, was man mit dem alten tut.
In Syke bzw. Bremen brauchten wir dringend Ersatz für die abgenutzten Bremsbelege, kauften gleich für beide Räder noch welche auf Vorrat und hatten uns ja auch mit anderen Kleinteilen ausgestattet, die in einer Tüte bereits verpackt in Duisburg nicht den Weg in die Taschen gefunden hatten. Somit gibt Jörgs Rad inzwischen, nachdem mal ‚nachgeölt’ wurde, auch wesentlich weniger Geräusche von sich. Und ich kann bei längeren Abfahrten entspannt bremsen ohne Bedenken haben zu müssen, dass wir irgendwo in der Pampa auf einem Berg sitzen und nicht mehr sicher runterkommen ohne vernünftige Bremsbeläge. Also alles tutti!
Inzwischen ist im Laufe der Zeit und der Gespräche die Entscheidung eher gegen einen Ledersattel gefallen – zumindest aktuell bzw. wurde zugunsten der Anschaffung einer Parallelogramm-Sattelstütze zurückgestellt, die den Rücken etwas mehr entlasten soll. Wir planen zwar nicht unsere Route nach potentiellen Radläden, aber wenn sich die Möglichkeit ergibt, wird auch den ortsansässigen Fahrradläden ein Besuch abgestattet. Denn leider – auch wenn diese Entscheidung grundsätzlich gefallen ist – gibt es diese Sattelstütze (denn es soll schon eine ganz bestimmte sein) bisher nicht in der passenden Größe und eine Bestellung macht aufgrund unserer Durchreise keinen Sinn. Aber so haben wir immer mal wieder Gründe uns auch andere Bereiche der Städte anzusehen, die nicht unbedingt in der direkten City liegen. Nach dem wir bereits auch den einen oder anderen Fahrradladen in Speyer kennen, sind wir nun gestern in Karlsruhe erfolgreich gewesen! Nun hat Jörg die gewünschte Parallelogramm-Sattelstütze und auf den ersten gefahrenen Kilometern hat sie die Erwartungen erfüllt, und somit hätte jetzt erstmal die Suche nach Radläden ein Ende…hatte ich zumindest gedacht.
Die Sattelstütze hat Jörg dann direkt ausgetauscht und in Durlach, unserem nächsten Wegpunkt nach Karlsruhe, musste der Sattel noch 1-2 mal nachjustiert werden. Jörg ist kräftig, aber dass er so….wie auch immer. Beim zweiten Mal knackte es beim Aufdrehen der Schraube. „MIST!!“ hörte ich nur. Die Schraube war abgedreht und gerade dieser Durchmesser natürlich NICHT in unserem Sortiment. Was soll ich sagen, der nächste Besuch im Fahrradladen stand an, aber wir wurden auch schnell fündig. Für die Zwischenzeit wurde die kaputte Schraube mit der aus Jörgs Rückspiegels überbrückt, da es sich dabei um den gleichen Gewindedurchmesser handelte, wie von Jörg messerscharf erkannt. Selbstredend, dass sich nun auch von diesen Schrauben noch welche in Reserve mit auf Tour begeben!
Abgesehen davon ist noch die Schraube des Hebels zur Feststellung der Federgabel abhanden gekommen, für die im Radladen jedoch kein Ersatz angeboten werden konnte – aber das werden wir wohl auch im nächsten Baumarkt bekommen ;-). Ach ja, und hatte ich schon berichtet, dass an Jörgs Rad die Kette abgesprungen war?! Er sagte am Tag zuvor schon, dass die Kette irgendwie etwas locker sei. Als wir dann am Sonntagnachmittag durch den Stadtwald von Karlsruhe fuhren und dort „mal eben schnell“ den Weg wechseln wollten, fuhren wir über ein kleines Stück Wiese; so ein wenig querfeldein – und die Kette sprang ab. Das konnten wir allerdings relativ schnell reparieren, auch wenn es mit Abpacken der hinteren Taschen verbunden war und ich allein vermutlich doch eher aufgeschmissen gewesen wäre.
Ich werde berichten, wie es diesbezüglich weitergeht – auch wenn ich natürlich hoffe, dass wir vor größeren Pannen verschont werden.