Die liebe Verwandtschaft!

(AR) Da waren wir nun also doch noch glücklich bei der lieben Verwandtschaft in Syke nach einem kurzen Anruf untergekommen, obwohl wir uns ja eigentlich schon im letzten Fehmarnbeitrag entschuldigt hatten, dass wir jetzt dann doch erstmal nicht kämen… manchmal kommt es eben doch anders als gedacht 😉

Wir haben uns wirklich sehr über die Spontanität und die herzliche Aufname gefreut. Wir hatten eigentlich nur einen Stellplatz für unser Zelt im Garten angefragt, durften dann aber natürlich gerne das Gästezimmer nutzen – so ein richtiges Bett ist doch auch zwischendurch immer mal wieder etwas sehr Feines – auch wenn wir uns sehr wohl in unserem Zelt fühlen! Im Garten wird momentan ein sehr ausgeklügeltes Bewässerung angelegt, so dass es für das Zelt ggf. nass wird. Diesem ausgesprochen überlegt angelegten Netz von größeren und kleineren Sprengradien der Bewässerungsdüsen und den verschiedenen Kreisläufen konnten – oder soll ich eher sagten – mussten wir uns immer mal wieder mit voller Begeisterung widmen und dem Hausherren unsere volle Anerkennung dafür zeigen. Aber ohne Scherz, das war wie alles andere an Haus und Garten bis ins Detail geplant und ausgemessen und aus unserer Sicht präzise umgesetzt. Aber so war mein Cousin Jörg schon immer. Alles genau ausdenken, planen, aufzeichnen und umsetzten. Nichts wird dem Zufall überlassen oder erst beim Arbeiten umgesetzt, sondern alles erst auf dem Papier vorbereitet. Er hat sich beim Bewässerungssystem vorerst für eine manuelle Variante entschieden – aber ich könnte mir vorstellen, dass sein Sohn Tim das vielleicht in ein paar Jahren doch auch in eine programmierte Variante umsetzt. Er hat jetzt schon den Part übernommen, die Steuerung sämtlicher Schalter im Haus für die verschiedenen Lichtvarianten und Rollläden zu programmieren. Vorausschauend hatten Jörg und Kerstin sich schon beim Hausbau für den Einbau einer gesonderten Datenleitung in allen Kabelsträngen entschieden, ohne klare Vorstellungen zur späteren Nutzung zu haben.

Kerstin, die gute Seele im Haus, hat uns kulinarisch verwöhnt. Auch wenn sie und Jörg zur Arbeit mussten, konnten wir nach dem Ausschlafen frühstücken und sollten uns an allem frei bedienen. Das, was wir vielleicht nicht auf Anhieb finden würden, war bereits sichtbar hingestellt. Wir sollten, und haben uns wirklich wie zu Hause gefühlt – auch hier nochmals unseren herzlichsten Dank dafür! Schlussendlich werden wir bis Mittwochmorgen bleiben. Natürlich hätten wir auch noch irgendwo anders übernachten können, aber wir wurden so herzlich und freundlich empfangen und aufgenommen, dass wir wirklich das Gefühl hatten bzw. noch haben willkommen zu sein. Dienstagabend laden wir Kerstin, Tim und Jörg dann noch ins „erste Haus am Platze“ zum Essen ein. Dort werden traditionell von den Dreien wohl kleinere und größere Feierlichkeiten begangen, wie wir auf unsere Syker Sightseeingtour mit Guide Jörg erfahren durften.

Diese Sightseeingtour startete gleich Sonntagabend bei unserer Ankunft am Bahnhof Syke. Dort erwartete uns bereits das Empfangskomitee Tim & Jörg. Vom Bahnhof ging es beim über die Stadtgrenze hinaus bekannten Warenhaus Nessmann vorbei in die weitläufige Fußgängerzone mit diversen Geschäften (besonders hervorgehoben wurden von Guide Jörg die zwei Hörgeräteläden, die verschiedenen Banken, der Fahrradladen sowie das Schuhgeschäft, in dem seine Mutter bzw. meine Tante Renate jedes Jahr mindestens ein paar Schuhe kauft. Dann ging es weiter zur Kreisverwaltung, zur Kirche, der örtlichen Ansammlung verschiedenster Feinkost-Lebensmittelläden und zum Rathaus. Abgeschlossen wurde die Sightseeingtour mit dem ländlichen Bereich einschließlich der stadtweit bekannten Ranch, zu der bzw. an der vorbei von der Familie regelmäßige Spaziergänge unternommen werden. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie Menschen für die Gegend, in der sie wohnen und wo sie sich heimisch fühlen, brennen!

Veröffentlicht von radreiseanjajoerg

Wir sind ein nicht ganz ‚normales‘ Paar, welches aber doch viele Gemeinsamkeiten hat und eine Beziehung nicht als Selbstläufer bzw. Selbstverständlichkeit sieht.

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